(0,3% der gesamten Rebfläche)
Eintrag ins Staatliche Sortenbuch 1952
Eine Sorte französischen Ursprungs, die Robert Moreau in Angers aus Samen gezogen hat. Es handelt sich vermutlich um eine Kreuzung der Sorten Weißer Gutedel und Gelber Muskat. Sie ist mittleren bis schwächeren Wuchses. Sie ist nur für nährstoffreiche Böden mit geringem Kalkgehalt geeignet, da sie keinen Kalk verträgt. Auf trockenen Böden wächst sie zu schwach. Gute Frostresistenz, allerdings neigt sie bei nasskaltem Wetter oder bei Einsatz von kupferhaltigen Präparaten zum Schutz vor Falschem Mehltau zur Verrieselung.
Der nicht gerade leichte Anbau und die unsicheren Erträge haben diese Sorte in den Hintergrund gedrängt, obwohl sie sehr feine Muskatweine und vor allem sehr angenehme Muskattöne in Duft und Geschmack gibt. Die Weine können vollmundig und harmonisch sein, wenn sie einen günstigen Säuregehalt besitzen und reduktiv ausgebaut sind. Nicht selten begegnet man jedoch Prädikatsweinen aus überreifen Trauben, denen eine angemessene Menge an Säure fehlt, die breit, tot sind, höhere Farbschattierungen und einen bitteren Abgang besitzen. Um eine hohe Qualität zu erreichen, muss der Produzent genügend technologische Erfahrungen mit dieser Sorte haben. Nach Erfahrungen aus Murfatlar in Rumänien und dem Burgenland können aus überreifen Trauben dieser Sorte ausgezeichnete natürliche Dessertweine entstehen.
Grundeigenschaften des Qualitätsweines
Hellgelbe Farbe, sehr feiner und reiner Muskatduft, mittel voller und sehr harmonischer Geschmack, bisweilen mit einem niedrigeren Säuregehalt; kurzer Eindruck.