Muškát moravský (Mährischer Muskat)



Synonymum: MOPR
(1,8% der gesamten Rebfläche)
Eintrag ins Staatliche Sortenbuch 1987


Da es für die Weinbaugebieten in Tschechien keine ausreichend geeignete Sorte mit Muskataroma im Wein gegeben hatte, versuchte Ing. V. Křivánek von der Zuchtstation in Polešovice diese Lücke durch eine Kreuzung der Sorten Muskat Ottonel x Prachttraube zu schließen - mit Erfolg. Der Mährische Muskat wurde in Tschechien bald zur am meisten verbreiteten Neuzüchtung.

Die Sorte hat ein üppiges Wachstum, mittelgroße Blätter und mittel- bis große Trauben. Die Beeren sind mittelgroß, rund, grüngelb, mit einem ausgeprägten Muskataroma. Die Beeren reifen früh. Es handelt sich um eine für Lehmböden geeignete Sorte, wo sie vollmundigere Weine gibt. Niedriger Säuregehalt. Zur Erzeugung trockener Weine sind die Trauben daher rechtzeitig zu lesen, damit die Weine nicht flach werden. Dort, wo es gelingt, die Trauben vor Vögeln, Wespen und Grauschimmel zu schützen, können interessante Auslesen erzielt werden.

Die Verarbeitung der Trauben zu Qualitätsweinen mit Muskatduft erfordert vom Weinbauern sowohl im Weinberg als auch im Keller viel Geschick. Nur Weine mit genügend reduktivem Charakter und einem angenehmen Säuregehalt können auf die Gunst der Konsumenten hoffen. Bei ungeeigneter Handhabung sind sie dünn, flach, mit unangenehmen Milchsäuretönen.

Grundeigenschaften des Qualitätsweines

Grüngelbe Farbe, blumiger Muskatduft, leichter Charakter des Weines, mit einer angenehmen Harmonie, wenn der Wein genügend Säuren enthält.

Übersetzung © Nikol Richter 2004




V. Kraus a kol.