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Geologische Verhältnisse

Eine kurze Beschreibung der geologischen Verhältnisse nach einer Studie des Geologen M. Suk (1995):
Der geologische Untergrund ist in den tschechischen Weinbaugebieten sehr vielfältig. Die Weinberge waren und sind oft noch vor allem an den wärmsten Orten mit einer niedrigen Meereshöhe im Einzugsgebiet der Flüsse Labe, Vltava, Ohře und Berounka konzentriert. Im Bereich Prag wird der Untergrund aus dem Silurkalkstein und teilweise aus dem Devon des Prager Beckens gebildet sowie aus lehmhaltigem Schiefer aus dem Ordovizium mit vulkanischem Anteil. Eine untergeordnete Rolle spielen hier Kreidesedimente. Der Kalkstein aus dem Silur ist meist sehr sauber mit einem Silikatanteil bis zu 10%, auch die Dolomiten übersteigen diese Prozentzahl nicht. Von den Spurenelementen enthält dieser Kalkstein mehr Baryum, Strontium und Mangan. Nördlich von Prag sind die Randsedimente des Kreidebeckens als Schieferton abgelagert. Das paläozoische Gestein im südlichen Teil hat einen erhöhten Boranteil. Das Proteozoikum um die Prager Stadtteile Troja und Roztoky hat einen ausreichend hohen Gehalt an Nährstoffen und Spurenelementen, aus denen vor allem Bor austritt.

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Mineralischer Gehalt der Weine

Auf den geologischen Formationen kam es infolge komplexer Verwitterungseinflüsse und dem Wirken der Pflanzendecke sowie der menschlichen Tätigkeit zu bodenbildenden Prozessen. Einfluss auf die Versorgung der Böden mit Mineralstoffen hat sowohl die Gesteinsunterlage, da die Rebe in großen Tiefen wurzelt, als auch die Versorgung des Rebstocks, die je nach Bedarf agrotechnisch gesteuert wird.

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Klimatische Bedingungen - Das mährische Weinbaugebiet

Auch wenn die durchschnittliche Monatstemperatur des wärmsten Monats kein hinreichend zuverlässiger Index für die zu erwartende Qualität des Weines darstellt, so bietet sie einen gewissen Einblick in die Entwicklung des Sommerwetters in den einzelnen Jahrgängen. In der Zuchtstation für Weinanbau im südmährischen Velké Pavlovice wurde im Laufe von 78 Jahren (1926–2003) 48-mal der Monat Juli, 30-mal der Monat August als wärmster Monat gemessen.

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