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WEINBAUGEBIET BÖHMEN (ČECHY)

Das Weinbaugebiet BÖHMEN gehört zu den nördlichsten Weinbauinseln Europas. Prag liegt wie Wiesbaden auf 50° nördlicher Breite. Seine Blütezeit erlebte der böhmische Weinbau unter der Regierung von Rudolf II.: damals gab es in Böhmen an die 3.500 ha Weinberge. Die meisten Weinberge lagen in Prag und Umgebung, in Mělník, Litoměřice, Most und Louny. Anstoß zur Entfaltung des böhmische Weinbaus gab Kaiser Karl IV., der durch Anordnungen aus dem Jahre 1358 den Boden dafür bereitete.

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Heute sind die meisten Weinberge in der Umgebung von Mělník, Litoměřice und Most zu finden. Im Jahresdurchschnitt liegen die Temperaturen im Gebiet Mělnicko bei 8,7°C, die Summe aktiver Temperaturen über 10°C beträgt 2.745°C, die Niederschläge 547 mm. Man kann davon ausgehen, dass sich 2/3 der Jahrgänge günstig auf die Qualität der Weine auswirken, 1/3 weniger günstig. Das mit Weinbergen bedeckte Gebiet setzt sich aus einzelnen günstigen Lokalitäten zusammen, die auf geschützten Südhängen in etwas tieferer Meereshöhe und meist an der Moldau, Elbe, Berounka oder Eger liegen. Eine größere Wetterunbeständigkeit in einzelnen Jahrgängen hat böhmische Winzer zu langjährigem Lagern und Reifen der Weine in Fässern geführt.

Das Weinbaugebiet Böhmen setzt sich zusammen aus:
Weinbauuntergebiet Mělnicko
Weinbauuntergebiet Litoměřicko



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